Lokales
Zur Person
Nach dem Abitur am musischen Gymnasium Detmold wollte Christian Meinhold zunächst Maler werden. Sein Wehrdienst bei der Bundesmarine brachte ihn von diesem Wege ab. Daraufhin studierte er in München Theaterwissenschaften und Philosophie.
Mit dem heute berühmten Schauspieler Edgar Selge („Polizeinotruf 110“), gründete Meinhold eine Theatertruppe. Während eines Studenten-Theaterfestivals in Wroclaw (Breslau) lernte er Bogda Baranowska kennen, die er 1976 heiratete – an dem Tag, als Meinhold seine Premiere als erster ausländischer Regisseur an einem polnischen Theater hatte.
Zu seinen kulturpolitischen Meriten gehört auch die Rettung der Hamburger Fisch-Auktionshalle vor dem Abriss. Mit Studenten hatte Meinhold erfolgreich und originell demonstriert.
Den Abriss des historischen Meylip-Komplexes in Lippinghausen konnte er nicht verhindern. Die Bagger kamen auf Ratsbeschluss. Die Margarine-Fabrik war einst im Besitz seines Großvaters Heinrich Meyer-Lippinghausen. Für Christian Meinhold war es der „Aufwacheffekt“ und der Auslöser, in Hiddenhausen die Grünen mitzugründen.
Als Kulturausschussvorsitzender war er Mitinitiator der Reihe „Kultur in der Provinz“. In seine Leistungsbilanz gehören ebenfalls der Erhalt des Hofes Sonntag, wo alljährlich das Oetinghauser Dorfbrunnenfest gefeiert wird sowie die Museumsschule Schweicheln. Christian Meinhold ist der Vorsitzende des Trägervereins. (bra)
© 2010 Neue Westfälische, Herforder Kreisanzeiger, Donnerstag 22. April 2010
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